Pressemitteilung

Städtisches Wohnen wird immer teurer. Durch steigende Mietpreise werden Menschen aus niedrig verstandenen Lebensumständen zunehmend aus den repräsentativen Innenstädten vertrieben und müssen auf Randgebiete ausweichen. Diese Setzung von Prioritäten ist auch in Rostock deutlich zu vermerken. Das betrifft die Förderung des Baus neuer Luxus – Wohnungen, meist in Warnownähe, wie dem „Warnowblick“, den Wohnungen auf der Holzhalbinsel und am alten Güterbahnhof sowie dem Wohnpark Petrihof. Doch auch die zunehmende Streichung finanzieller Mittel für Jugend – und Kulturprojekte zeugen von dieser Entwicklung.

Eine Gruppe aus Rostock, die sich mit diesen Umständen nicht abfinden möchte, hat heute ein leerstehendes Haus in der Lindenstraße besetzt.
Die Schaffung konkreter Frei – Raeume zur tatsaechlichen Umsetzung alternativer Lebensentwuerfe stellt sich als logische Folge der theoretischen Annahmen dar. Selbstbestimmung und konsequent eigene Verwaltung selbst geschaffener Strukturen im Sinne autonomen Handelns.

Bei dem leerstehenden Haus in der Lindenstraße handelt es sich um eines der letzten nicht luxus – sanierten Gebäude in der rostocker Innenstadt. Im konkreten Fall sieht die Gruppe die Nutzung des geschaffenen Freiraums in Form von Wohnraeumen, Veranstaltungsraeumen für Workshops, informative Filmabende und aehnliches, einem Baderaum und einer Holzwerkstatt für erstrebenswert.